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Fasching: Auto besser stehen lassen

21.01.2020

Jetzt nähert sich die närrische Zeit ihrem Höhepunkt. Wer feiern geht, sollte nach Möglichkeit aufs Auto verzichten.  Denn: Alkohol, ausgelassene Albernheit und Autofahren vertragen sich nicht.

So mancher mag glauben, zwei oder drei Gläser auf einer zünftigen Feier seien kein Problem. Denn wer kräftig Party macht, vorher gut gegessen hat und nicht zu kräftig zulangt, bleibe klar unter der in Deutschland geltenden 0,5-Promille-Grenze. Aber: Wer den Verkehr gefährdet oder gar einen Unfall verursacht, begeht schon bei einem Blutwert von 0,3 Promille eine Straftat. Und laut Online-Promillerechner der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.kenn-dein-limit.de) ist die Schwelle schnell erreicht – dafür reicht bei einem Mann durchschnittlicher Statur ein Bier (0,5 Liter), bei Frauen ist sie nach zwei kleinen Schnäpsen schon klar überschritten.

Karneval-Fans sollten daran denken, dass schon geringe Mengen Alkohol die Konzentration und Koordination deutlich vermindern – hinterm Steuer fatal. Und Jecken sollten nicht vergessen, dass neben möglichen Unfallfolgen – Sachschäden, Verletzungen – auch noch hohe Geldstrafen und ein Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Das ist der Spaß nicht wert.

Besser Taxi, Bus oder Bahn

Besser ist es, sich rechtzeitig über Fahralternativen zu informieren, etwa mit Bus oder Bahn. Taxis sollten frühzeitig bestellt werden, damit sie zu einer bestimmten Uhrzeit auch zur Verfügung stehen – gerade an Rosenmontag oder Faschingsdienstag sind sonst lange Wartezeiten möglich. Vielleicht setzt sich zum Abholen auch ein Familienmitglied oder Freund hinters Lenkrad, der mit Fasching gar nichts am Hut hat. Achtung: Auch auf dem Fahrrad gelten die Promillegrenzen. Wer sich etwa volltrunken (ab 1,6 Promille) in den Sattel schwingt, der begeht eine Straftat, muss meist zum „Idiotentest“ und verliert unter Umständen seine Fahrerlaubnis.

Übrigens:

Wer zwar nüchtern bleibt, sein Auto aber voll kostümiert steuert, muss ebenfalls mit juristischen Konsequenzen rechnen.

Es gilt: Bewegungsfreiheit, Gehör und Sicht dürfen nicht eingeschränkt werden. Damit sind viele Gesichtsmasken, aber auch farbige Kontaktlinsen oder extra lange falsche Wimpern tabu. Bei Verstößen ist ein Bußgeld von mindestens zehn Euro fällig. Kommt es wegen des Kostüms sogar zu einem Unfall, kann die Vollkaskoversicherung das Verhalten als grob fahrlässig auslegen und eine vollständige Übernahme des Schadens ablehnen. Und die Haftpflichtversicherung kann dem Fahrer dessen Ansprüche wegen eines möglichen Mitverschuldens kürzen.