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Was sich 2020 im Straßenverkehr ändert

Das neue Jahr hat eine ganze Reihe neuer Regeln und Gesetze gebracht. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengestellt.

21.01.2020

Verkehrsrecht: Rettungsgasse und Halten in zweiter Reihe

Teurer wird es voraussichtlich für Kraftfahrer, die andere Verkehrsteilnehmer behindern. Wer etwa auf Autobahnen meint, er könne die gebildete Rettungsgasse durchfahren, wird künftig tief in die Tasche greifen müssen – geplant sind zwischen 200 und 320 Euro. Außerdem kommen zwei Punkte aufs Verkehrssünderkonto in Flensburg und der Führerschein ist für einen Monat weg. Entschieden wird über diese neuen Regeln jedoch erst Mitte Februar. Das gilt auch für das Halten in zweiter Reihe sowie für das Parken auf Fußgänger- und Radwegen. Bis zu 100 Euro kassieren die Ordnungshüter künftig, auch ein Punkt in der Kartei ist möglich.

Mehr Schutz für Radfahrer

Verbessert wurde der Schutz von Radfahrern. Galt bisher, dass motorisierte Fahrzeuge beim Überholen einen „ausreichenden Abstand“ einhalten sollten, so ist dieser jetzt konkret vorgeschrieben und beträgt 1,50 Meter innerorts und 2,00 Meter außerhalb geschlossener Ortschaften.

Mindestalter für den Führerschein AM herabgesetzt

Bereits in Kraft getreten ist eine Änderung beim Mindestalter für den Führerschein AM (gilt vor allem für Mopeds und Roller): Sie dürfen künftig bereits ab 15 Jahren auf öffentlichen Straßen bewegt werden – Fahrerlaubnis vorausgesetzt. Kleiner Haken: Die Bundesländer müssen die neuen Regeln noch umsetzen.

Umweltbonus für E-Mobile

Spannend für Autofahrer, die auf E-Mobile umsteigen möchten: Der aktuelle Zuschuss für E-Fahrzeuge mit einem Kaufpreis unter 40.000 Euro soll von 4000 auf 6000 Euro und für Plug-In-Hybride von 3000 auf 4500 Euro steigen. Für teurere Autos (Listenpreis über 40.000 bis maximal 65.000 Euro) ist ein Umweltbonus von 5000 Euro für rein elektrische und von 3750 Euro für Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge geplant. Der Umweltbonus wird weiterhin jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und von der Industrie finanziert. Außerdem sollen laut Bundesregierung in den nächsten zwei Jahren 50.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte errichtet werden.

Höchstgeschwindigkeiten in Spanien

Auf Reisen sollten Verkehrsteilnehmer ebenfalls einige Änderungen im Blick haben – sonst kann der Urlaub teuer werden. In Spanien soll landesweit noch in diesem Jahr die Höchstgeschwindigkeit auf einspurigen Straßen innerhalb geschlossener Ortschaften auf 30 km/h begrenzt werden. Und wer auf Schnellstraßen zu schnell fährt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen: Bei Temposünden ab 111 km/h (erlaubt sind in der Regel 90 km/h) werden jetzt 300 statt wie bisher 100 Euro fällig.

Bußgelder in Italien

Wer in Italien mit dem Handy am Ohr erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von mehr als 400 Euro rechnen. Damit nicht genug können die Behörden ein Fahrverbot von sieben bis 30 Tage verhängen, Wiederholungstäter müssen unter Umständen sogar drei Monate auf den „Lappen“ verzichten. Wichtig für Familien: Kindersitze müssen mit einem speziellen Alarmsystem ausgestattet sein. Verstöße sollen ab März geahndet werden. Immerhin: Diese Vorschrift gilt zurzeit nur für in Italien zugelassene Fahrzeuge.

Regeln und Verkehrsvorschriften in Großbritannien

Brexit hin oder her – die britischen Verkehrsvorschriften gelten für alle Besucher des Vereinigten Königreichs. Wenigstens Strafpunkte – ab zwölf Zählern innerhalb von drei Jahren ist die Fahrerlaubnis weg – bleiben ausländischen Gästen erspart. Sonst würden Kraftfahrer mit Smartphone hinterm Steuer sechs Punkte kassieren; so bleibt es bei einer Buße bis zu 200 Pfund (etwa 235 Euro). Außerdem treten 2020 in verschiedenen Städten strengere Regeln für das Parken auf Gehwegen und zum Schutz der Luft in Kraft.

Vignetten für 2020 bis 31. Januar erwerben

Achtung: In einigen Nachbarländern ist das Befahren von Autobahnen nur mit Vignetten erlaubt. Die Aufkleber (in Österreich auch digitale Vignetten) von 2019 laufen zum 31. Januar 2020 aus. Wer danach ohne 2020er-Plakette erwischt wird, muss blechen: mindestens 120 Euro in Österreich, umgerechnet rund 180 Euro in der Schweiz, ab 200 Euro in Tschechien und bis zu 500 Euro in Slowenien.

Weitere Informationen zu den neuen Regeln finden Sie hier